Schlecker kann gar nicht pleite genug gehen, der feine Herr A.Schlecker wird aber wohl auch danach nicht am Hungertuch nagen und solche Mistjobs tun müssen wie seine Untergebenen, um über die Runden zu kommen.
Quelle: http://feynsinn.org/?p=12140
Seit Jahren werden immer mehr Anstrengungen unternommen, um wichtige Aspekte der öffentlichen Versorgungspflicht zu privatisieren. Nicht nur unsere Wasserversorgung geht immer mehr in die Hände privater Investoren, sondern auch immer mehr Krankenhäuser. Indem wir solch grundlegende Dinge staatlicher Versorgungspflichten in die Hände von Firmen geben, schafft man eine absurde finanzielle Situation. Seit Jahren sorgen diese Firmen durch steigende Preise nicht etwa dafür, daß sich die Versorgungssituation verbessert. Vielmehr füllen sich die wenigen Kassen der potenten Geldgeber immer schneller. Rufen wir nach besserer Versorgung, wird dies mit der Forderung nach höherer Rendite beantwortet. Es geht eben nicht mehr nur um die Gesundheit der Menschen!!! Worum es an erster Stelle geht, soll sich angesichts der dramatischen gesetzlichen Veränderungen der letzten Jahre jeder selbst beantworten !!!!
Recht ausgiebiger Überblick über dieses Thema: 15% Rendite auf Kosten der Patienten – ein Irrweg der Privatisierung
Nicht nur immer weiter steigende Kosten alleine sind eine Folge dieser Entwicklung. Um effizienter zu wirtschaften, wurden und werden auch im Gesundheitswesen die Personalkosten reduziert. Staatlich flankiert durch Knebelgesetze wie Hartz-IV werden die Einschnitte in das Arbeitsleben immer größer. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund, kommt es auch bei uns lokal in Bad Iburg zu Reaktionen, wie man sie vor Jahren sicherlich noch nicht erwartet hätte:

Quelle: Streik in der Dörenberg-Klinik
Via: Chefarztfrau
Artikel von sueddeutsche.de "Schuften für 1,32 Euro die Stunde"
Vielleicht sollte man diesen Artikel ausdrucken und Herrn Westerwave schicken. Auch wenn durch das Ausdrucken eventuell der wohl höchste Wahrscheinlichkeitgrad des "Gelesen-Werdens" erreicht wird, helfen wird es sicher nicht.
Durch diesen Beitrag auf dem Blog Elementarteile wurde ich auf die sog. Mohawk-Valley-Formel aufmerksam, die eine Vorgehensweise zum Brechen von Streiks in der Arbeitswelt beschreibt. Es erstaunt schon wirklich sehr, wie exakt die dort beschriebene Handlungsweise zu den derzeitigen Verwerfungen in der Sozialpolitik paßt. Definition der Wikipedia hier!
Da höre ich in den Medien, daß die Managergehälter sich in den letzten Jahren um 650 Prozent nach oben bewegt haben.
Ich stelle mir gerade vor, wie sehr sich einige dieser Manager kaputtlachen, nachdem sie sich vor die Arbeiter stellen und denen erklären, daß alle den Gürtel enger schnallen müssen, weil die Lage so schlecht sei, womit sie begründen daß der Lohn entweder nicht steigt oder gesenkt werden muß oder mehr Zeitarbeiter eingestellt werden müssen!
Könnte es eine Berufskrankheit von Topmanagern werden, daß sie über ein gereiztes Lungensystem verfügen, weil sie sich so oft kaputtlachen über uns, denn ernst bleiben kann man nicht, wenn man sich selber 650 Prozent mehr Lohn verschafft, für andere aber eine effektive Senkung durchsetzt.
Wenn es dann die Medien und Politiker schaffen, daß die Mehrheit denkt: Oh ja, wir müssen uns einschränken, denn sonst sind unsere Arbeitsplätze in Gefahr. GENAU DANN würd ich mich wirklich kaputtlachend in meinem Sessel zurücklehnen und die Arme über dem Kopf verschränken und die Welt geniessen.
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