Home > IT-News > CloneZilla – ein Muss für jeden

CloneZilla – ein Muss für jeden

October 7th, 2009 Leave a comment Go to comments

image

Es gibt viele Szenarien, die das Ende einer bestehenden, aktiven und laufenden Installation auf einem Rechner begründen können. Wenn die Festplatte prinzipiell noch funktioniert, kann man das System wieder auf- und danach die hoffentlich vorhandenen Datensicherungen dazu einspielen. Auch die hoffnungslose Verseuchung mit zB einem Rootkit Virus können es bedingen, daß man seinen Rechner sprichwörtlich “platt macht” und neu installiert.

Wer eine Recovery CD/DVD besitzt, hat das System in einer frühen Version relativ schnell und problemlos wieder installiert. Hat man an der Konfiguration des Rechners Dinge verändert oder die Recovery-CD/DVD gar nicht erst erstellt, wenn diese zur Selbstproduktion auf der Festplatte liegt oder wenn man keine große Lust hat, tagelang Software nachzuinstallieren und anzupassen, dann wäre es gut, wenn man “zwischendurch” mal ein Image der Platte gemacht hätte, das man mit wenigen Klicks wieder zurückspielen könnte. CloneZilla erledigt dies relativ einfach.

Das CloneZilla Opensource und zusätzlich völlig kostenlos ist, macht es zu einem interessanten Projekt. Schaut man sich die CloneZilla-Webseite an, dann merkt man schnell, man hat es mit einer professionellen Software zu tun, die im Einzelplatzbetrieb und wahrscheinlich noch viel mehr im Mehrplatzbetrieb nützlich sein kann!

Im Einzelplatzbetrieb ist die Funktionsweise recht schnell erläutert. Als erstes zieht man sich das CloneZilla Image für CD (oder USB-Stick) runter, brennt dies als IMAGE auf eine CD, sodass es möglich ist, von dieser CD zu booten!
Ist das BIOS des Rechners richtig eingestellt, dann wird der Rechner nach einem Neustart mit der CD im Laufwerk starten und nach wenigen Sekunden erscheint die Menüführung, die recht einfach verständlich und schnell nutzbar erscheint. Als erstes wählt man die Quelle aus, die gesichert werden soll, danach das Ziel, das mittlerweile auch Wechseldatenträger (also USB Platten) sein können. Man hat die Möglichkeit, das Quellsystem zu klonen oder ein Image auf dem Ziel zu erstellen.

In meinem Fall entschied ich mich beim Test, ein Image der Systempartition auf einem Wechseldatenträger zu erstellen. Völlig problemlos erkannt Clonezilla die USB Platte. Als einer der letzten Schritte, entscheidet man sich, ob CloneZilla eine Komprimierung durchführen soll. Nachdem man dies gemacht hat, startet das Programm seine Arbeit und geht die gesamte Quellpartition durch und schreibt das daraus resultierende Image auf das Ziel!

Im umgekehrten Fall geht es etwas einfacher, da CloneZilla einige Informationen aus dem Image ziehen kann. CD einlegen, System neu starten, Image auswählen, einspielen…das sind in wenigen Worten die Steps, die es braucht, um eine gekillte Systemplatte wieder herzustellen.

In meinem Fall waren ca. 70GB auf der Systemplatte, die mittels einer einfachen Komprimierung zu einer ca. 38GB großen Imagedatei führten.

Das Zurückspielen eines Image eines laufenden, komplett installierten Systems mit installierter Software, Treibern und hunderten kleinen Einstellungen ist natürlich ist natürlich “wesentlich” einfacher, als den klassischen Weg zu gehen (Windows installieren, Software installieren, hunderte Einstellungen und Aktualisierungen tätigen)!!

Alleine aus der Sicht eines Einzelplatzes erscheint mir der Einsatz von CloneZilla ein unbedingtes MUSS zu sein.

Die Eigenschaften im Mehrplatzbetrieb machen CloneZilla zum genialen Werkzeug für Administratoren. Ein Image im Netzwerk auf mehrere Rechner zu spielen (optinal “gleichzeitig”) sollte bei jedem, der damit zu tun hat, Interesse wecken!

FAZIT: ein GANZ dickes MUSS

Ähnliche Beiträge:

  1. Hat die Piratenpartei ein grundsätzliches Problem durch verschiedene Meinungen ihrer Mitglieder? Die Piratenpartei hat im Unterschied zu den meisten anderen Parteien...