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Gender Studies in der Piratenpartei

Ich bin zu alt für diese Welt! Das ist die Summe diesen Tages. Ich mache Fehler. Ich klicke auf Links, ohne darauf zu achten, wo sie hinführen. Das passiert mir nicht sehr häufig und wenn es ein Link eines "Bloggers" ist, zu dem ich alter "Möchtegern" und "TunichtGut" gerne aufblicke und seine teils kurzen aber immer ausreichenden, teils hammerhart formulierten aber immer in den gewissen Grenzen bleibenden Beiträge schon fast als Pflichtlektüre sehe, dann – genau dann passiert es mir, daß ich einen Link anklicke und vorher nicht darauf achte, wohin er führt. Und weil ich das bis vor kurzem noch als meinen eigenen Fehler angesehen habe, hat es mich umso mehr geärgert, daß ich auf Burk’s Blog in diesem Artikel gleich dem ersten Link – einfach so – mit dem schnellen Klick – mal eben folgte … und nach wenigen Minuten kam ich mir vor als würde ich mir einen großen Haufen Troll-Mist ansehen.

Ich will bis jetzt noch nicht ganz glauben, daß dies ein repräsentativer Ausblick auf die Meinungen der Mitglieder der Piratenpartei war.

Nachdem sich mein Ärger mit jedem gelesenen Post weiter steigerte schloss ich die Seite irgendwann. Im nachhinein bedanke ich mich a) bei meinem Fehlverhalten b) bei Burkhard Schröder, denn nun verstehe ich, was es heißt, wenn mir jemand sagt, daß ich meine Augen vor etwas nicht verschliessen soll. Normalerweise habe ich das Forum der Piraten gemieden, da ich Verwerfungen bei offenen Diskussionen kenne und den Sinn eines solch offenen Forums nicht sehe, doch auch das habe ich nun teilweise revidiert.

Es ist tatsächlich wichtig, die Augen auch vor solch gewaltigem Mist nicht zu verschliessen – alleine um sicher zu sein: Diesen Scheiss gibt es wirklich!!!

Wer noch nicht verstanden hat, daß wir Menschen in vielen – vielleicht unendlich vielen Ausprägungen existieren – wir also unterschiedlich sind – und daß das verdammt gut so ist, dem rufe ich nur zu: "Sechs, setzen … ggf Nachhilfe, wenn es noch Sinn macht"!

Nur das Zusammenspiel aller Facetten menschlichen Seins ergibt etwas Besseres. Wir müssen als Team funktionieren und "nur" ein Team kann mehr erreichen, kann besser sein.

In einem Team muß sich jedes Mitglied frei entfalten können, bis es die freie Entfaltung eines anderen Teammitglieds behindert.

Wenn also ein Teil des Teams einen Ort haben möchte, um sich auch mal zurückzuziehen – um auch mal unter sich zu sein – unter ihresgleichen – seinesgleichen, dann ist dieses Bedürfnis nach dieser Form "freier Entfaltung" vorhanden – das kann niemand wegreden – da gibt es eigentlich nichts zu diskutieren – das ist ein Fakt!!!!

Wenn das Ausleben, die freie Entfaltung dieses Bedürfnisses das Team nicht daran hindert, Team zu bleiben – es vielleicht sogar eine Chance ist – ein noch besseres Team zu werden, dann wäre es geradezu verwerflich, schändlich und dumm, dies nicht auch noch zu fördern!!

Weiterführende Links:

 

[UPDATE]

Piraten, wenn Ihr diesen Weg gehen müßt, um Euch zu entwickeln – zu reifen, dann geht ihn – geht ihn aber schnell, denn es gibt jeden Tag mehr Menschen, die darauf warten, daß ihr ankommt ;-)

[UPDATE 06.03.2010] Wortwahl zum Schluss des ersten Absatzes gändert.

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  1. March 4th, 2010 at 02:46 | #1

    Richtig.

  2. Flexi
    March 4th, 2010 at 13:19 | #2

    Nun, man sollte sich immer vorstellen, wie z.B. Frauen reagieren würden, wenn Männer so eine Aktion starten würden…
    Ein Bereich, auf dem Frauen keinen Zutritt haben? Undenkbar.

    Das bemerkenswerteste ist, daß alle weiblichen Piraten, die ich kenne (und das sind schon einige) sich von dieser Aktion ausdrücklich distanzieren.
    Und es ausschließlich Männer sind, die die Aktion rechtfertigen. (Z.B. Du, Burks, Dudda usw..)

    Schon mal drüber nachgedacht, was hier eigentlich wirklich schiefläuft?

  3. March 4th, 2010 at 13:41 | #3

    a) Mir ist es völlig egal, wer solche Bedürfnisse hat. Ob dies nun Weiblein, Männlein, Hete, Lesbe, Große, Kleine, Dicke, Dünne oder irgendeine andere Gruppe wäre … ich hätte genau den Argumentationsweg genommen, den ich hier im Artikel gegangen bin.

    b) Wenn jemand ein Bedürfnis hat und dieses äußert, dann ist es vorhanden. Da ist es egal, ob dies eine von hundert äußert oder hundert von hundert äussern.

    c) Eigentlich rechtfertige ich hier nichts. Das ist Nachhilfe in Sachen “miteinander Leben” ;-)

    d) Hier läuft eine ganze Menge schief aber vielleicht muß das so sein, vielleicht – nein – ganz sicher müssen die Piraten diesen Kampf austragen und hoffentlich daran wachsen oder eben zerbrechen.

  4. Goofos
    March 4th, 2010 at 21:21 | #4

    Naja du bekommst von mir noch eine 6+. Wer eine Mailingliste mit dem Ziel öffnet um sich wohl zu fühlen, andere mit Dreck zu bewerfen und dann ihnen noch ihr unwillkürliches Fehlverhalten aufzeigen will, hat diese Antwort nicht anders verdient. Und dieses, aus Lena’s Sicht, Fehlverhalten kann sie mir wirklich so oft sie will vorhalten. Ansonsten könnten wir die Mailingliste auch gleich Mailingsliste für die Prinzessin nennen.

  5. March 4th, 2010 at 23:29 | #5

    Hm, das nehme ich mal kommentarlos – aber immerhin – zur Kenntnis ;-)

  6. Goofos
    March 5th, 2010 at 21:20 | #6

    Dann versuchen wir es eben noch mal, wenn berechtigte Kritk auf eine besondere Art und Weise genannt werden muss, nur damit sie auch angenommen wird. Ansonsten musst du mir erklären wie man ansonsten Kritk verpacken muss, damit sie auch angenommen wird.:

    Lieber J. Komesker, leider muss ich Ihnen sagen, dass Sie falsch liegen. Lena Simon wollte, nach eigenem Bekunden in der eigenmächtig verschickten Pressemail aus der Wikiseite der Piratinnen zitiert, eine Mailingliste für Frauen einrichten um sich “wohl zu fühlen”. Das Kuriose daran ist, dass diese Mailingliste auch dazu dienen soll anderen ihr Fehlverhalten aufzuzeigen und zu spiegeln. Eine Frau die mir mein Fehlverhalten aufzeigen will aber das eigene Fehlverhalten nicht akzeptieren will, ist bei mir unten durch und kann, so leid es mit tut, nicht Ernst genommen werden. Schließlich ist es ebenso für eine Mailingliste für “schüchterne, leise” Frauen die sich “nicht trauen” das Wort zu übernehmen, alles andere als hilfreich wenn diese wiederum keine Kritik annehmen möchten. Ein Schutzraum für Frauen die zwar jegliche Kritik äußern möchten aber keine Kritik annehmen möchten, ist in keinster Weise tragbar. Außer man will diese Gruppe dort haben wo man weiß, dass sie nicht Ernst genommen wird.

  7. March 5th, 2010 at 22:02 | #7

    Ich sehe kein Argument, das sich auf die von mir skizzierte grundsätzliche Position bezieht, daher kann ich den letzten Kommentar wieder nur – aber immerhin – zur Kenntnis nehmen …

  8. Goofos
    March 7th, 2010 at 00:05 | #8

    Die Aktion von Lena hatte nix mit Gender, Deversity und schon gar nicht mit Team zu tun. Die Aktion trägt auch sicherlich nichts dazu bei ein besseres Team zu werden. Ich denke irgendwie ist da das Thema verfehlt. Denn die Aktion von Lena war einfach nur doof. Dieser Schutzraum, dient nicht nur um sich zurück zu ziehen, sondern dort kann man sich die Mäuler zerreissen, die Bälle zu werfen usw. Was dabei heraus kommen soll ist wohl alles andere als Teamfähig. Das will man aber nicht sein, sondern wiederum nur ein Fehlverhalten vorwerfen.

    Jetzt würde mich dann schon interessieren, was daran für ein “Team” spricht, wenn eine kleine Gruppe einfach nur eine abweisende Reaktion bewusst provozieren will und das dann “Fehlverhalten aufzeigen” nennt? Sie vergessen, dass dieses “Fehlverhalten” ziemlich berechtigt ist. Mit solch einer Uminterpretierung untergräbt man das Team und weist jegliche berechtigte Kritik als Fehlverhalten ab.

  1. March 5th, 2010 at 09:12 | #1